6 Tipps für dauerhafte Ordnung in der Küche

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Grundordnung schaffen und Ordnung halten

Ordnung in der Küche. Tipps und Helfer. Ordnungssystem anlegen. Ordnungshelfer.

Kennt ihr das? Ihr seid gefühlt immer am Küche putzen und es sieht kurz darauf gleich wieder so aus wie vorher? Besonders wenn man sich oft dort aufhält und viel kocht und backt, kann das schnell zum Problem werden. Dabei muss es nicht mal so sein, dass es tatsächlich schmutzig und unordentlich ist. Häufig wirkt es durch das falsche Ordnungssystem auch einfach nur so.

In diesem Beitrag möchte ich euch meine persönlichen Tipps weitergeben, die mir helfen, eine dauerhafte Ordnung zu halten und das Putzen am Morgen oder Abend zu erleichtern. Hierzu müsst ihr nur einmal eine Grundordnung schaffen. Die Tipps könnt ihr bei kleinen und großen Küchen anwenden, wobei ihr bei kleinen Küchen natürlich noch ein wenig konsequenter sein müsst. Ist eine Grundordnung drin, gebe ich euch meine persönlichen Tipps, wie die Ordnung auch bleibt, ohne dass ihr alle paar Tage einen Küchen-Großputztag einlegen müsst.

1. Freie Ablageflächen schaffen

Fakt ist: Alles, was herumsteht, muss in die Hand genommen werden, wenn man die Oberflächen abwischt. Stellt euch vor, ihr müsst einzelne Gewürze, Töpfchen, Küchengeräte und Co. jedes Mal einzeln verrücken oder anheben, um alles clean zu bekommen. Und jetzt stellt euch vor, ihr könnt euch diese Zeit sparen und einfach nur mit Putzmittel und Lappen einmal wischen und seid fertig. Hier wird schnell klar, dass so viel wie möglich von der Ablagefläche verschwinden sollte.

Nur Geräte, die man mehrmals die Woche nutzt, sollten dort Platz finden. Ihr toastet maximal einmal in der Woche und braucht die Teigknetmaschine höchstens einmal im Monat? Dann weg damit in den Schrank. Schafft euch lieber dort etwas Platz.

Alles, was nicht vermeidbar ist oder mehrmals am Tag genutzt wird, könnt ihr auf Tabletts und Co positionieren. So handhabe ich es beispielsweise mit Salz- und Pfefferstreuer. Das Tablett ist schnell zur Seite geschoben und die Fläche drumherum sauber.

Ein weiterer Vorteil: Auch einzelne Geräte und Döschen, die im Schrank Platz finden, müssen nicht ständig abgewischt werden. Ein fettiger Film, der durchs Kochen in Verbindung mit Staub entsteht, ist nämlich ganz normal, wenn man nicht mit dem Lappen über die Dinge wischt.

Ordnung in der Küche. Wohnküche. Kücheninsel. Deko.

2. Aussortieren

Jetzt denken sich viele wahrscheinlich: Wohin aber mit dem ganzen Zeug? Meine Küche ist zu klein, um alles in geschlossenen Schränken zu verstauen. Die Lösung: Aussortieren. Und das muss bei kleinen Küchen selbstverständlich konsequenter durchgeführt werden als bei großen, die schon viel Stauraum bieten.

Überlegt euch: Wieviele Pfannen, Töpfe und Tassen brauche ich wirklich? Kann ich einige davon in andere Hände geben oder entsorgen? Schaut eure Einmachgläser und Kunststoffbehälter durch. Alles, was keinen passenden Deckel mehr hat, kann weg. Ihr werdet sehen, jeder hat Einzelstücke im Schrank, die Platz wegnehmen, aber eigentlich gar nicht mehr zu verwenden sind. Gleiches gilt mit Küchengeräten. Fragt euch, welche Geräte ihr wirklich nutzt und welche nur kurz nach der Anschaffung interessant waren. Die Nudelmaschine habt ihr zum letzten Mal vor 3,5 Jahren genutzt? Vielleicht gebt ihr sie im Freundeskreis oder der Familie weiter und leiht sie euch bei Bedarf lieber einmal aus.

Ordnung in der Küche. Wohnküche. Kücheninsel. Deko.

3. Ordnungssysteme anschaffen

Hier könnt ihr ganz individuell analysieren, was ihr im Alltag bei der Küchennutzung nervt und was ihr wirklich braucht, um hier entgegenzuwirken. Denn unnötiges Zeug, so haben wir bei Punkt 2 gelernt, ist kontraproduktiv.

Typische Probleme: Man öffnet den Gewürzschrank und braucht gerade das Gewürz, das sich ganz hinten im Schrank versteckt. Also wird alles herausgeräumt, die Hälfte fällt um und das Gewürzfach sieht nachher noch schlimmer aus als vorher. Hier gibt es beispielsweise tolle Nischen- oder Stufenregale, die euch die Übersicht und das Herausholen erleichtern. Es gibt zum Beispiel auch Drehteller für Schrank oder Kühlschrank, die genau dieses Problem lösen. Für übereinander gestapelte unterschiedliche Teller gibt es Tellerregale. Das sind Einsätze für den Schrank, die das Fach nochmals unterteilen. So muss man nicht erst 5 Teller anheben, um an den richtigen zu gelangen. Wer viele lose Lebensmittel wie Müsli, Reis und Co hat, sollte sich überlegen, auch hier das System zu ändern, wenn er täglich im Schrank wühlen muss, um an die hintere Packung zu kommen. Füllt alles in Flaschen (z.B. von leerer Tomatensauce) um und legt sie in ein kleines  Weinregal übereinander. Oder füllt sie in andere luftdichte Behältnisse und packt diese alle in eine Box mit der passenden Aufschrift (Frühstück/Getreide…). Das funktioniert übrigens auch im Kühlschrank gut (Box für alle Aufstriche, für Käse oder Wurst). Ich persönlich beschrifte das Ganze dann noch, um den Überblick nicht zu verlieren.

Ein paar nützliche Helfer verlinke ich euch hier gerne*:

4. Lose Lebensmittel umfüllen

Ich habe es eben bereits erwähnt. Füllt Haferflocken, Reis, Nüsse etc. nach dem Einkaufen direkt in Gläser um. Das hat gleich mehrere Vorteile.

  • Ihr macht es Lebensmittelmotten schwerer (wer sie einmal hatte, kennt das Problem, sie wieder loswerden zu wollen).
  • Ihr seht besser, was bald nachgekauft werden muss.
  • Ihr habt ein einheitliches Bild, das dem Auge viel mehr Ruhe und Ordnung suggeriert.
  • Oft passen mehrere Einzelverpackungen der gleichen Sorte in ein größeres Gefäß. Weniger Einzelverpackungen = mehr Ordnung und weniger Durcheinander.

5. Alle Putzmittel in eine Kiste

Erster Schritt hier (siehe Punkt 2): Aussortieren. Habt ihr auch Unmengen an unterschiedlichen Putzmitteln im Haus? Schaut zuerst einmal, welche wirklich für die Küche benötigt werden. Badreiniger verbannt auch ins Badezimmer. Schaut dann, ob ihr tatsächlich 3 verschiedene Oberflächenreiniger braucht oder ob es auch ein Allzweckmittel gibt.

Wer ein wenig von Chemie wegkommen möchte, kann sich auch mal meinen DIY Allzweckreiniger anschauen.

Wenn ihr euch auf die wesentlichen Putzmittel besinnt habt, packt sie alle in eine Kiste. Macht ihr den Küchenputz, könnt ihr die ganze Kiste herausheben und müsst nicht jede einzelne Flasche anfassen. Auch die Schublade ist so viel schneller ausgewischt.

6. Kleine Tipps zum dauerhaft Ordnung halten

  • Räumt schon während des Kochens die Küche auf. Das ist zugegebenermaßen etwas Typsache, aber ich bin der Meinung, mit Geduld und großem Willen kann man sich auch diese Gewohnheit antrainieren.
  • Wischt Dinge, die auf der Arbeitsfläche stehen nach jeder Benutzung (einmal am Tag) ab. Ihr habt die Zwiebel aus dem Zwiebeltopf geholt? Einmal mit dem Lappen über den Deckel wischen dauert 2 Sekunden. Ist dies schon länger nicht mehr geschehen, lagert sich einiges ab und ihr müsst länger schrubben. Ihr habt Wasser aufgekocht? Nehmt euch ein paar Sekunden und wischt mit einem feuchten Lappen einmal die Seiten den Wasserkochers ab.
  • Alles kehrt nach Benutzung wieder zurück an seinen Platz (und den hat es Dank eurer vorher geschaffenen Grundordnung).
  • Kleine Einheiten statt wöchentlicher Großputz. 5-10 Minuten hier und da hat jeder, richtig? Ihr wartet darauf, dass das Wasser für die Nudeln kocht? Nutzt sie, um einmal durch die Besteckschublade zu wischen. Ihr habt noch 10 Minuten bis der Film beginnt? In dieser Zeit schafft ihr es locker, den Kühlschrank auszuwischen (das geht tatsächlich schneller, wenn ihr die Inhalte dort in Themenboxen verstaut habt, siehe Punkt 3). Den Schweinehund besiegt man einfach schneller, wenn man sich nur für 10 Minuten aufraffen muss.

 

Erzählt mal, was hat euch geholfen, wo seht ihr weitere Schwierigkeiten?

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